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Presseinfoboot 2008


Auf zur Perfektion


Seit 24 Jahren stellen Auszubildende des Boots- und Schiffbaus auf der weltgrößten Wassersport-messe ihr Handwerk vor. In diesem Jahr wurden die Schülerinnen und Schüler des Schiffer-Berufskolleg RHEIN aus Duisburg von der Firma von der Linden aus Wesel bei der Herstellung eines Bootsrumpfes mit Hilfe des Vakuum-Infusionsverfahrens fachlich begleitet.

Jedes Jahr zieht der Stand der Boots- und Schiffbauerinnung NRW viele Besucher der „boot Düsseldorf“ an. „Hier ist immer etwas spannendes los“, bestätigt eine Besucherin auch prompt. In diesem Jahr zeigten zehn Boots- und Schiffbauer im dritten Ausbildungsjahr ihr Können. Selbst erfahrene Bootsbauer kamen, um den Fortgang des Projektes mitzuerleben. Das gemeinsam mit der Firma von der Linden aus Wesel präsentierte Vakuum-Infusionsverfahren ist auch für erfahrene Bootsbauer etwas spannendes, da es bisher nur in kleinen Bereichen verwendet wird und immer noch als „schwierig“ angesehen wird.

Dichtigkeit des Bootes
Die Auszubildende überprüfen die Dichtigkeit der Vakuumfolie. Immer dabei: Bärendame „Bamse“.

Damit die Präsentation auf der Messe für die Lehrlinge kein Problem ist, hatten sie zuvor im Dezember bei von der Linden in Wesel einmal üben dürfen. Entsprechend fand das Endprodukt auch volle Zustimmung und Lob der Ausbilder. Diese treffen sich jedes Jahr am Innungsstand zur Lossprechung der Prüflinge vom Vorjahr.

Neben dem großen Rumpf haben die Lehrlinge mehrere Ruder für die Rumpfformen im gleichen Verfahren hergestellt. Nach kleinen Schönheitsfehlern beim ersten Teil war der Ehrgeiz der Schüler entbrannt und getreu dem Motto „auf zur Perfektion“ wurde fleissig weiter gearbeitet.
Für die Auszubildenden ist die Verlegung des Unterrichtsortes von der Schule auf die Messejedes Jahr ein großes Ereignis. Im Sinne von handlungsorientiertem Unterricht wurde im Vorfeld von den Schülerinnen und Schülern das Projekt und der Messeauftritt geplant. Schon der chinesische Philosoph Konfuzius soll gesagt haben: „Sage es mir, und ich vergesse es – zeige es mir, und ich erinnere mich – lass es mich tun, und ich behalte es.“

Auch für viele Ehemalige ist der Messestand ein fester Anlaufpunkt. Einerseits werden die „Neuen“ genau begutachtet, ob sie ihre Sache gut machen. Andererseits berichten sie gern von ihren Erfahrungen nach der Ausbildung, die ja für die Messecrew auch in spätestens einem Jahr ansteht. So entstehen wichtige Netzwerke.
Darüber hinaus stehen die Auszubildenden insbesondere Schülerinnen und Schülern die kurz vor der Berufswahl stehen gern Rede und Antwort. Dieses Angebot kommt sowohl bei den Eltern als auch bei den Interessenten gut an. Hier erhalten sie neben den harten Fakten von den Lehrern am Messestand zusätzlich viele persönliche Eindrücke und können auch Fragen über die Begleitumstände einer Ausbildung zum Boots- oder Schiffbauer stellen.

ruderherstellung
Vor den Augen der Besucher stellen die Auszubildenden Christin Börner und Peter Boremski
eine Hälfte für ein Ruder her.
Am Schiffer-Berufskolleg werden derzeit Auszubildende der Binnenschifffahrt, des Boots- und Schiffbaus und, ganz neu, der Hafenlogistik ausgebildet. Seit vielen Jahren sind deshalb auch die Binnenschiffer mit zwei Schülern am Stand vertreten, damit auch für diese Ausbildungsrichtung Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

Neun Messetage vergingen für die Auszubildenden sehr schnell. Und nun heisst es sowohl für die Binnenschiffer, die bereits im April ihre Abschlussprüfung haben, als auch für die Boots- und Schiffbauer auf dem Weg zur Prüfung: „Auf zur Perfektion“ und hoffentlich „Auf Wiedersehen“ bei der Lossprechung auf der 40. boot Düsseldorf im 25. Jahr mit dem Schiffer-Berufskolleg RHEIN.


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