Herr Wilhelm Kranen geht in die Freistellungsphase
Am 29. Juli 2011 verabschiedete sich Herr Kranen aus dem aktiven Schuldienst. Dazu kamen Schülerinnen und Schüler, das Kollegium des Schiffer-Berufskollegs RHEIN sowie Freunde und Bekannte auf dem Schulhof zu einer kleinen Feier zusammen.
Der Schulleiter Herr Portmann verabschiedete Herrn Kranen mit den Worten: Herr Wilhelm Kranen geht jedoch nicht in den Ruhestand, sondern in die zweite Beschäftigungsphase, d.h. er geht in die Freistellungsphase, so lautet sein neuner Zustand im Beamtendeutsch.
Herr Kranen hat sich im September 2009 für eine Altersteilzeitbeschäftigung entschieden. So wurde er entsprechend ab dem 01.08.2009 in die erste Beschäftigungsphase geschickt und ab dem 01.08.2011 in die Freistellungsphase. In den Ruhestand wird er erst am 31.01.2013 versetzt.

Schulleiter Portmann verabschiedet Herrn Kranen.

Die Familie Kranen lauscht den Worten von Herrn Portmann.
Herr Kranen wurde am 10. September 1947 als ältester Sohn des Schmiedemeisters Hermann Kranen und dessen Ehefrau Elisabeth in Neukirchen-Vluyn geboren. Er besuchte in seiner Heimatstadt von 1954 bis 1962 die Volksschule.Es schloss sich eine Lehre zum Schmied bis zur Abschlussprüfung im März 1965 an. Hier hatte er den ersten Kontakt zu einer Berufsschule in Moers. Anschließend besuchte er von 1965 bis 1968 die Berufsaufbauschule in Abendform in Moers.
Einen Meistervorbereitungslehrgang im Schmiedehandwerk beendete Herr Kranen am 01.04.1969 vor dem Meisterprüfungsausschuss der Handwerkskammer Wiesbaden mit der Meisterprüfung im Schmiedehandwerk.
Von September 1970 bis Oktober 1973 folgte ein Studium im Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik an der
Fachhochschule Niederrhein in Krefeld mit dem Abschluss Ing.(grad). Es schloss sich von 1974 bis 1976 ein Studium an RWTH Aachen in den Wirtschaftwissenschaften und Pädagogik mit dem Abschluss 1. Staatsexamen für das Lehramt an berufsbildenden Schulen an.Als Studienreferendar war Herr Kranen an seiner schon geliebten Schule in Moers als Lehrer tätig. Das 2. Staatsexamen legte Herr Kranen am 20.01.1978 ab.
Am 7. Oktober 1977 hat sich Herr Kranen aber schon am Schiffer-Beruskolleg-RHEIN um eine Stelle als Studienrat beworben. Mit Wirkung vom 1. Februar 1978 wurde Wilhelm Kranen zum Schiffer-Berufskolleg-RHEIN versetzt und mit Wirkung vom 1. März 1978 in das Beamtenverhältnis auf Probe übernommen. Es folgten die Übernahme auf Lebenszeit und im Dezember 1985 die Beförderung zum Oberstudienrat.

Herr Kranen übergibt seine geliebten Schlüssel
dem Schulleiter Herrn Portmann.

Auch am letzten Schultag kann Herr Kranen
ohne Arbeit nicht sein.
Neben diesen beamtenrechtlichen Dingen, musste sich Herr Kranen aber auch in dem Bereich Binnenschifffahrt zurechtfinden, den er war eigentlich Schmied. Dies gelang ihm ausgezeichnet, denn jede freie Minute nutze er für Fortbildungsveranstaltungen. So fuhr er auf jedem Schiff mit, das ihm nur einen kleinen Platz einräumte. Er bildete sich auch im Bereich Sprechfunk, Motorentechnik und Wasserstraßen weiter, so dass er schnell das Können und Wissen hatte, das für eine vernüftige Ausbildung der Schiffsmädchen und Schiffsjungen erforderlich ist.
Herr Kranen war bei allen angehenden Matrosen wegen seiner freundlichen aber auch forderdenden und gerechten Art sehr beliebt. Dies gilt gleichermaßen als Kollege im Kollegium.

Abschlussfeier Herr Kranen auf dem Schulhof des Schiffer-Berufskollegs RHEIN.
Heute, nach 33 Jahren und 110 Kursen hinterlässt er eine große Lücke am Schiffer-Berufskolleg RHEIN, die von jüngeren Kollginnen und Kollegen nicht so schnell geschlossen werden kann.
Wir wünschen Herrn Kranen alles Gute, viel Gesundheit und weiterhin eine Handbreit Wasser unter dem Kiel.
