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Symbol Projekttag

Hafenlogistik – (an)packend!


Beim Projekttag galt es für die Fachkraft für Hafenlogistik Praxisaufgaben sachgerecht zu bearbeiten



Die Schüler des aktuellen Mittelstufenkurses im Bildungsgang „Fachkraft für Hafenlogistik“ nahmen am Vormittag des 15. November 2011 am Mittelstufen-Projekttag teil. Ziel des Projekttages war es, losgelöst vom „normalen“ Unterrichtsraster, an einzelnen Stationen überwiegend praktische Aufgabenstellungen weitgehend eigenständig zu bearbeiten. Hierbei sollen im Unterricht erarbeitetes Wissen mit Erfahrungen aus der betrieblichen Praxis verknüpft und „handwerklich“ angewendet werden.

Abgeleitet aus dem Ausbildungs- und Rahmenlehrplan konnten die Schüler an vier Stationen ihr Können unter Beweis stellen. Neben einer Warenannahme und dem Check eines Containers mussten sie auch die Ladungsmenge eines „Tankmotorschiffs“ bestimmen und Güter auf einer Ladefläche mittels verschiedener Hilfsmittel sichern.



Warenannahme 1

Warenannahme 2

Station 01: Warenannahme


LKW

Bei der fachgerechten Warenannahme sollte eine angelieferte EUR-Palette mit in Karton-Schachteln verpackten Waren aufgrund der beigefügten Frachtpapiere geprüft werden.

Daran schloss sich ein Rollenspiel zwischen dem Lieferfahrzeugfahrer und dem Mitarbeiter der Warenannahme an. Dabei musste derjenige, der die Warenannahme durchführte, entscheiden, ob oder unter welchen Bedingungen er die angelieferte Palette mit Waren annehmen wollte.

Zudem wurde geprüft, wie er im Falle von Transportschäden oder Mängeln an der Transportpalette handelte.



Station 02: Ladung sichern


Sicherungsgurt

Um eine Logistikleistung zur Zufriedenheit des Kunden einwandfrei erbringen zu können sind einerseits die zu transportierenden Güter auf den Transporthilfsmitteln sicher zu fixieren. Andererseits ist die Ladungssicherung der Transporteinheiten, beispielsweise auf der Ladefläche eines Transportfahrzeugs, sorgfältig auszuführen.

Dies trainierten die Schüler während des Projekttages an der dritten Station. So sollten Sie zylindrische Güter mittels Stretchfolie auf einer EUR-Palette für den Tarnsport vorbereiten.

Zudem wurde das Sichern einer IBC-Palette (Palette mit einem 1000l-Kunststofftank) mittels Anti-Rutschmatten und durch fachgerechtes Zurren mit Hilfe von Spanngurten trainiert.
Ladungssicherung 1

Ladungssicherung 2



Eiche messen

Station 03: Eiche feststellen

Eiche

An der Station „Eichaufnahme“ mussten die Schüler je nach Vorgabe entweder die abgeladene Menge oder die gelöschte Menge eines „Tankschiffs“ bestimmen. Hierzu wurde die Tankschiffsektion des Europäischen Sicherheitszentrums am Schiffer-BK eingesetzt.

Durch Ausmessen des Abstands zwischen der Unterkante Einsenkungsmarke (UKE) und der jeweiligen Wasserlinie sowie mit Hilfe eines Eichscheins für das „Tankschiff“ haben die Schüler die Ladungsmenge in Tonnen bestimmt.



Station 04: Containercheck


Container


Ein „Containercheck“ stand im Mittelpunkt der letzten Station.

Hier überprüften die Teilnehmer am Projekttag zunächst ihre verschiedenen, im Unterricht selbst erstellten, Checklisten hinsichtlich Vollständigkeit und Handhabung.

Darüber hinaus wurde dann an einem 20-Fuß-Container, der dem Schiffer-BK dank der Spende eines Unternehmens seit Kurzem auf dem Schulgelände zur Verfügung steht, ein vollständiger Containercheck durchgeführt. Hierbei wurden die festgestellten Mängel dokumentiert und die Entscheidung getroffen, wie mit dem geprüften Container weiter zu verfahren ist.
Containercheck 1

Containercheck 2



Insbesondere Schüler, die in ihren Ausbildungsbetrieben nicht mit allen im Bereich der Hafenlogistik anfallenden Aufgaben in der täglichen Berufspraxis vertraut gemacht werden können, waren von einzelnen Stationen begeistert. Dort konnten sie sich beispielsweise intensiv mit der Freigabe eines Containers auseinandersetzen, während sie im Ausbildungsbetrieb fast ausschließlich Schüttgut oder einzelne Stückgüter großer Masse umschlagen, die üblicherweise nicht im Container angeliefert werden.

Über das positive Feedback der Schüler auf den Projekttag und einige Anregungen zur weiteren Optimierung eines solchen schulischen Angebots freuten sich die Lehrer/-innen Frau Salomon, Herr Lehmann, Herr Klimek, Herr Dr. de Wall und Herr Dr. Häring, die die Stationen betreuten und im Bildungsgang „Fachkraft für Hafenlogistik“ die entsprechenden Inhalte unterrichten.


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