

5. Vollversammlung
vom 07. – 09.11.2011
in Venedig
Die fünfte Edinna-Vollversammlung fand vom 07.- 09. November 2011 in Venedig statt. Eingeladen hatte das Edinna-Mitglied „Italien“ in die Ausbildungseinrichtung CFLI – Conzortion Formzione Logistica Intermodale - , die damit auch die Gelegenheit ergreifen konnte, Teile ihrer Einrichtung und ihren hochmodernen Hochseesimulator vorzustellen, der aber auch für die Ausbildung der Vaporetto-Schiffsführer auf dem stark befahrenen Canale Grande genutzt wird.
Selbstverständlich ermöglichte Venedig einen besonderen Blick auf die europäische Binnenschifffahrt, - das wurde schon durch den Tagungsraum unterstrichen, der sich in einer alten Kirche befand, aber gleichzeitig zum Hörsaal um- und ausgebaut war.
Weiterhin befindet sich die Edinna-Arbeit auf Erfolgskurs (Edinna steht für Education in Inland Navigation)! So konnten wieder zwei neue Mitglieder aufgenommen werden.
Weiterhin befindet sich die Edinna-Arbeit auf Erfolgskurs (Edinna steht für Education in Inland Navigation)! So konnten wieder zwei neue Mitglieder aufgenommen werden.

Frau Grohé und Herr Paukus vertreten das SBKR

Die Binnenschifffahrtsabteilung der Berufsschule für Maschinen-, Fertigungstechnik und Elektronik in Wien und die Fakultät für Transport und Ökonomie der Universität von Zilina/Slowakei. Mittlerweile setzt sich das Netzwerk damit aus 27 Ausbildungseinrichtungen, Schulen, Fachhochschulen oder Universitäten zusammen, die sich mit der Aus- und Weiterbildung der Schiffsführer und Matrosen auf europäischen Binnenwasserstraßen beschäftigen.
Einen besonderen Schwerpunkt in der Edinna-Arbeit stellt die Entwicklung von allgemeinen Standards und Richtlinien für die Ausbildung zur/m Binnenschiffer/in sowie der Fort- und Weiterbildung im Schifffahrtsbereich dar. Diese beziehen sich auf alle Tätigkeitsbereiche sowohl für Matrosen und Decksleute als auch für Schiffsführer.
Von sieben definierten Tätigkeitsfeldern liegen bereits fünf ausgearbeitete Vorschläge vor, die als Grundlage für die Curriculumgestaltung in den europäischen Ländern dienen sollen.
Weitergearbeitet wurde auch an einem Vorschlag bezogen auf die Kommunikation an Bord von Binnenschiffen auf europäischen Wasserstraßen. In Anlehnung an die SMCPs (Standard Marine Communication Phrases) der Hochseeschifffahrt wurde von einem Vorstandsmitglied der IMEC-Conference ein methodischer Ansatz vorgestellt, wie in den ganz unterschiedlichen Herkunftländern der Edinna-Mitglieder und bei ganz unterschiedlichen nationalen Sprachen, die an Bord gesprochen werden, englische Phrasen, Kommandos und Begriffe für die Kommunikation an Bord, zwischen Schiffen sowie zwischen Schiff und Hafeneinrichtungen eingeführt und verwendet werden können.

Damit würde eine wichtige Entwicklung auf dem Weg der europäischen Binnenschifffahrt zu einer gemeinsamen Sprache – zu Riverspeak eben - erreicht werden. Es wurde jedoch betont, dass man auch den Befürchtungen der einzelnen Reederein und Schiffsführer Rechnung tragen muss, die nicht wissen, wie sie fehlende Sprachkenntnisse der einzelnen Mitarbeiter an Bord ausgleichen können.
Englisch als europäische Sprache auf Binnenwasserstraßen ist ein Zukunftsmodell, das aber Schritt für Schritt und nicht in einer Gewaltaktion umgesetzt werden kann.
Für das kommende Jahr werden vor allem die Arbeit zum Thema Simulatoren, aber auch die Weiterentwicklung der Ausbildungsstandards auf der Agenda stehen.
