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Chronik unserer Schule

13.02.1906 Die Genehmigung des Gemeinderates zum Bau der Schule wird erteilt. Baubeginn im Sommer.
09.04.1907 Bezug des südlichen Teils.
01.07.1907 Bezug des nördlichen Teils. Die Schule umfasst damit:
Kellergeschoss: Raum für Brausebäder, Umkleideraum, Heizungsanlage und weitere Kellerräume.
Erdgeschoss: acht Klassenräume, ein Anmelde-, ein Schuldiener- und ein Lehrerzimmer.
Obergeschoss: acht Klassenräume, ein Zeichensaal, ein Lehrerzimmer
Dachgeschoss: vier Wohnräume für den Schuldiener
Im Abortgebäude befand sich ein Raum für die Aufbewahrung von Turngeräten. Der Turnunterricht wurde auf dem Schulhof abgehalten. Rektor war Heinrich Ingendoh. Das Kollegium bestand aus fünf Lehrern und einer Lehrerin. Religionsunterricht wurde in den vier oberen Klassen durch den Ortsgeistlichen und in den übrigen Klassen durch die Lehrer erteilt. 1907 betrug die Schülerzahl 963 und 1908 bereits 1008, das sind ca. 63 Kinder pro Klasse.
1915 Einzug von sieben Lehrern in den ersten Mobilmachungstagen des 1. Weltkriegs. Aufruf in der Schule zur Abgabe von sogenannten Liebesgaben.
10.02.1915 Ein Wohltätigkeitsabend des Roten Kreuzes wurde in der Schule veranstaltet. Durch Eintrittsgelder wurden 400.- Reichsmark eingenommen. In den Kriegsjahren war die Schule auch Sammelstelle für die Kriegsliebesgaben.
Winter 1917 / 18 Die zum Militärdienst eingezogenen Lehrer, die nicht gefallen waren, nahmen ihren Dienst in der Schule wieder auf. Der Mangel an Lebensmitteln wurde immer unerträglicher.
Dezember 1920 In den Weihnachtsferien trat der Rhein über seine Ufer, so wie man es seit Generationen nicht mehr erlebt hatte. Die Wasserflüchtlinge mussten in den Schulen untergebracht werden. Die unteren Klassenräume wurden mit sieben Familien belegt. Der Unterricht musste in den oberen Räumen abgehalten werden und zwar von 8.00 bis 16.00 Uhr. Erst nach vier Monaten war die ganze Schule wieder für den Unterricht frei.
05.02.1932 Rektor Ingendoh sollte in den Ruhestand versetzt werden. Er verstarb jedoch am 05.02.1932. Konrektor Gerigk wurde zum Nachfolger gewählt.
14.04.1932 Rektor Gerigk wurde in sein Amt eingeführt. Gleichzeitig wurde das 25-jährige Bestehen der Schule gefeiert.
Die Erwerbslosigkeit in Homberg nahm zu.
11.11.1933 Alle Schulkinder und das gesamte Kollegium hörten die Ansprache des Reichskanzlers Adolf Hitler. Bürgermeister Wendel war Leiter des Amtes in Homberg.
07.03.1934 Bischof Lemmer erteilt die Firmung. Auch Kinder der Kirchschule wurden gefirmt.
Es gab 16 Klassen an der Schule mit 354 Mädchen und 355 Jungen.
19.05.1934 Das Luftschiff Graf Zeppelin überflog die Schule.
27.10.1937 Laut Zeitungsbericht gab es eine Schülerschwemme, überfüllte Klassen und überlastete Lehrer.
03.09.1939 Die Kriegserklärung wurde ausgesprochen. Der Leiter der Schule trifft vorsorglich die Entscheidung, einen Luftschutzraum einzurichten. In den Nächten vom 3. zum 4. September und vom
4. zum 5. September gab es den ersten Fliegeralarm.
18.09.1939 Der Unterricht wurde wieder aufgenommen. Ständige Angriffe beeinträchtigten den Unterrichtablauf jedoch erheblich.
1940 In den Räumlichkeiten der Schule wurden 18 Familien untergebracht, was zur Folge hatte, dass der Unterricht zeitweise eingestellt wurde.
1941 / 42 Die Deutsche Normschrift wurde eingeführt, mangels neuer Fibeln im 1. Schuljahr aber nicht gelehrt.
Im Winter wurde die Schule durch Bomben schwer beschädigt. Wegen mangelnder Beheizung wurde der Unterricht teilweise ausgesetzt. Fenster, Türen und das Schuldach wurden wiederum im Sommer bei schweren Luftangriffen beschädigt. Da keine Arbeitskräfte vorhanden waren, konnte nichts repariert werden.
1943 / 44 Der Unterricht wurde durch die verspätete Lieferung von Schulbüchern und den Mangel an Heften und Stiften erschwert. Die Luftangriffe häuften sich: Im März 1944 verliefen von 26 Unterrichttagen nur acht, im April von 16 Unterrichttagen nur sieben störungsfrei. Wieder wurde die Schule beschädigt. Arbeiter der Organisation Todt, die in Moers-Meerbeck zu Aufbauarbeiten herangezogen wurden, wurden im Sommer in alle Hochheider Schulen einquartiert. Dies führte zur Verlängerung der Ferien. Die Schüler wurden zu Aufräumarbeiten herangezogen, die Lehrkräfte verrichteten ebenfalls andere Arbeiten.
1944 / 45 Luftalarme und Angriffe wurden immer häufiger. Unter den zahlreichen Opfern waren auch Schulkinder. Anfang November wurde der Schulunterricht in Kleingruppen in die Familien verlegt. Lehrkräfte wurden zu anderen Arbeiten abgezogen.
05.03.1945 Die amerikanischen Truppen zogen in Homberg ein. Panzer fuhren die Kirchstraße entlang. Die Organisation Todt verwüstete das Schulhaus und zog wieder ab. Die Amerikaner errichteten in der Schule eine Funkstation. Die Dienstwohnung des Rektors musste innerhalb von 30 Minuten geräumt werden. Ende März zogen die amerikanischen Truppen ab. Ohne Unterstützung der Verwaltung wurde das verwüstete Schulhaus aufgeräumt und gereinigt.
1945 / 46 Als Mitte August der Schulbetrieb in den unteren Klassen wieder aufgenommen wurde, waren die Klassenräume nur notdürftig hergerichtet. Es gab fast keine Fensterscheiben mehr, die Fenster waren vernagelt, es waren nur wenige Glühbirnen vorhanden, Reinigungsmittel gab es gar nicht. Das Dach der Schule war so schadhaft, dass bei Regenwetter das Wasser die Treppen herunterlief. Lehrbücher, Hefte und Stifte waren Mangelware. Es gab nur geringe Mengen an Heizmaterial. Der Unterricht wurde Mitte Oktober eingestellt. Die Kinder kamen nur kurz zur Schule, um sich die Hausaufgaben abzuholen.
1946 / 47 Die Kirchschule wurde wieder Katholische Schule. Schulspeisungen wurden eingerichtet. Durch die Kälte wurde der Unterricht sehr erschwert. Die Fenster wurden nur notdürftig ersetzt und das Dach der Schule repariert, nicht jedoch die Dachrinnen. Das Schulguthaben fiel der Währungsreform zum Opfer.
1947 / 48 Als neuer Schulleiter wurde Herr Koßmann eingesetzt. Endlich wurde das Schulhaus gründlich renoviert. Klassenelternschaften mit Vorsitzenden und Stellvertretern wurden per Erlass eingerichtet.
1956 / 57 Rektor Anton Gerigk trat in den Ruhestand. Neuer Rektor wurde Josef Keysers.
1963 / 64 Rektor Josef Keysers trat in den Ruhestand. Neuer Rektor wurde Franz Noch.
1965 / 66 Der Physik- und Werkraum wurde eingerichtet.
1966 / 67 Rektor Franz Noch trat in den Ruhestand. Neuer Rektor wurde Franz Hülsen.
1968 / 69 Leonhard Kohnen wurde neuer Schulleiter. Das Schulwesen wurde neu geordnet: Die Volksschule wurde aufgeteilt in Grund- und Hauptschule. An der Kirchstraße gab es die Gemeinschaftshauptschule, die Gemeinschaftsgrundschule und die Katholische Grunschule. Dieser Zustand dauerte nur einige Wochen, die Katholische Grundschule wurde aufgelöst, die Gemeinschaftshauptschule wurde in eine andere Schule verlagert. Die Kirchschule wurde zur GGS Kirchstraße.
01.02.1976 Heinz-Dieter Peters wurde Konrektor der Kirchschule. Im gleichen Jahr wurde die Schulturnhalle gebaut.
1986 / 87 Zum Schulhalbjahr trat Leonhard Kohnen in den Ruhestand. Neuer Rektor wurde Heinz-Dieter Peters. Gleichzeitig wurde Manfred Heyden neuer Konrektor.
1994 / 95 Einige Klassenräume wurden wegen Schimmelpilzbefall renoviert. Die Außenmauern des Schulgebäudes wurden trockengelegt.
Mai 1997 Die Kirchschule feiert ihr 90-jähriges Bestehen mit einem großen Schulfest.
1998 / 99 Die Kirchschule beteiligt sich an einem EU-Projekt der Gerhard-Mercator-Universität Duisburg und erhält einen computerintegrierten Klassenraum.