Bei der Planung unserer Erweiterungsbaus wurde von Anfang an die Einrichtung einer Schulbibliothek berücksichtigt. 1998 war der Neubau bezugsfertig und wir konnten unsere schuleigene Bücherei einrichten. Der Etat betrug 20000 DM. Um die Ausstattung - sowohl Auswahl der Bücher als auch die Einrichtung – möglichst schülernah und effizient zu konzeptionieren, sammelten wir Ideen aus den verschiedenen städtischen Büchereien und ließen uns von einer Buchhandlung Büchervorschläge erarbeiten. Zusätzlich machten wir einen Kurs im Büchereinbinden. Nach eineinhalbjähriger fleißiger Vorlaufzeit, in der wir schon eng mit Schülern zusammen gearbeitet haben, konnten wir die Schulbücherei eröffnen.
Zur Zeit haben wir 1200 registrierte Bücher, die nahezu alle neu und modern sind. Bei der Bücherbeschaffung können wir jedes Jahr auf einen Schuletat und Spenden der Stadtsparkasse zurückgreifen. Zusätzlich gibt uns die Buchhandlung, mit der wir zusammen arbeiten, Prozente und berät uns weiterhin bei der Auswahl. Wir unterscheiden zwei Gruppen: fiktionale und nicht fiktionale Literatur.
Kategorien der fiktionalen Literatur:
Bücher ab 10 und Bücher ab 13 Jahre
Liebesbücher
Abenteuerbücher
Kriminalromane und Horrorbücher
Comics
Klassiker
Kategorien der nicht fiktionalen Literatur:
Nachschlagewerke (Duden, Brockhaus, Lexika, Was ist was,
Sehen – staunen – wissen, ...)
Aufklärungsliteratur
Hobbybücher
Kulturbücher (Opernführer, ...)
Kunstbücher
Bücher über berühmte Menschen
Geschichtsbücher
Koch- und Backbücher
Wissenschaftsbücher
Computerhandbücher
Berater zur Berufswelt
Sportbücher
Erdkundebücher
Bücher über Wuppertal
Berater allgemein
Die Kategorien haben diese Oberbegriffe als Bezeichnung, damit die Schüler durch Kürzel und Symbole nicht verwirrt werden.
Zusätzlich haben wir in den letzten Wochen netterweise ca. 1200 Bücher aus dem Bestand unserer Stadtteilbücherei, mit der wir Kontakte pflegen, überlassen bekommen. Diese öffentliche Bücherei muss in kleinere Räumlichkeiten umziehen und kann nicht alle Bücher mitnehmen. Die Bücher müssen aber noch sortiert, in den Bestand aufgenommen und eingeordnet werden, bevor sie von den Schülern entliehen werden können. Für die Arbeit haben wir gut ein Jahr eingeplant.
Des weiteren besitzen wir Geo-Zeitschriften, einige Gesellschaftsspiele und ca. 100 CD-Roms.
Die Bücherei ist neu eingerichtet: Die 70 m² sind mit Teppichboden ausgelegt. Wir haben 12 Metallregale für die Bücher, 3 Sitzgruppen zum Schmökern und zwei große achteckige Tische (flexibel umzustellen) zum Arbeiten. In einer Ecke befinden sich Fernseher und Video-Recorder, daneben ein Computer für die Schüler, damit sie direkt mit den CD-Roms arbeiten können. Auf einem Schreibtisch steht der Computer mit dem Bücherei-Verwaltungsprogramm, daneben zwei abschließbare Metallschränke für z.B. die CD-Roms und die Spiele.
In der Etage über der Bücherei befindet sich zur Zeit noch unsere Lehrer-Mediothek, die aber jetzt schon mit Schüler-Computern ausgestattet ist und viel genutzt wird. Über eine Wendeltreppe sind beide Räume miteinander verbunden. Im kommenden Halbjahr entsteht in diesen beiden Räumen ein Selbstlernzentrum. Das heißt, dass die Schüler in den Öffnungszeiten (nach der Schulzeit, aber auch nach Absprache vormittags) hier frei arbeiten können. Dazu können sie sowohl das Angebot der Bücherei (Bücher, Videos und CD-Roms) nutzen, aber auch über die Computer in der Etage darüber in das Internet gehen und ihre Aufgaben (Referate, ...) mit den PCs bearbeiten. Auch können vom Server selbständig Lernprogramme herunter geladen werden.
Zur Zeit wird die Bücherei hauptsächlich in den großen Pausen genutzt. Jeder Schüler und jeder Lehrer der Schule ist als Nutzer automatisch in unserem Verwaltungscomputer eingetragen. Es ist aber auch möglich, mit nicht allzu großen Gruppen hier Unterrichtsstunden zu verbringen. Schüler können frei an Themen arbeiten, in Ruhe lesen oder auch zusammen spielen.
Verwaltet wird die Bücherei durch zwei Schülergruppen: 8 Schüler aus den Klassen 7 und 8 und 8 Schüler aus den Klassen 9 und 10. Beide Gruppen werden im Wahlpflichtunterricht von jeweils einer Kollegin betreut und auch für ihre Arbeit benotet. Die Gruppen wechseln sich mit den Pausenaufsichten ab und treffen sich nachmittags, um verwaltungstechnische Aufgaben (Bücher sortieren, registrieren, Raum gestalten, ...) zu erledigen und konzeptionelle Ideen (Bücherrätsel, Einführung der neuen Klassen in die Bücherei, ...) zu erarbeiten.
Da die Schüler das Unterrichtsfach frei gewählt haben, sind alle Schüler meist sehr motiviert und identifizieren sich mit „ihrer“ Bücherei. Auch das freie Arbeiten sowohl am Nachmittag als auch in den Pausen spornt sie an. Selbständigkeit, Verantwortung und Kreativität werden von den Schülern gefordert und auch gerne eingebracht.
Die „freie“ Nutzung der Bücherei in den Pausen seitens der Schüler ist saisonal beeinflusst. Bei schönem Wetter haben wir weniger Nutzer als bei schlechtem Wetter. Im Winter ist der Raum zuweilen überfüllt mit Kindern und Jugendlichen, die lieber im Warmen in Büchern blättern, als draußen der Kälte ausgesetzt zu sein.
Da der Raum eine nette Atmosphäre besitzt, werden auch gerne Elterngespräche und kleinere Konferenzen hier organisiert.
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