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Am Clauberg- Gymnasium werden regelmäßig Projekte durchgeführt, die inhaltlich der interkulturellen und antirassistischen Arbeit der Schule entsprechen. So wurden im Kalenderjahr 2001 zwei Projekte durchgeführt, die hier kurz dargestellt werden sollen: Forum- Theater- Projekt Mit Theater dem Alltagsrassismus begegnen Ein Projekt gegen Fremdenfeindlichkeit für Jugendliche in Schulen und Jugendzentren - konzipiert und durchgeführt von Mitarbeitern der RAA- Duisburg, Student/Innen und Professoren der Gerhard- Mercator- Universität Duisburg und unterstützt durch den Verein Morgenland e. V., Ausländerreferat, Jugendamt, Internationales Zentrum, Schulkultur- Kontaktstelle und das Anti- Rassismus- Informations- Centrum (ARIC). Ausgehend von der Annahme, dass Gewalt und Rassismus nicht allein bei Rechtsextremen am Rande der Gesellschaft zu suchen sind, sondern dass sie in der Mitte der Gesellschaft Platz ergriffen haben, bedarf es bei der antirassistischen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen spezieller Wege um Einstellungsmustern entgegenzuwirken, welche von Distanz und Angst vor allem Fremden gekennzeichnet sind. Die in diesem Projekt Verwendung findende Methode des Forum- Theaters nach Augusto Boal wird als ein solcher wirkungsvoller Weg, nämlich sich konfliktträchtige Deutungsmuster durch Körperhaltungen, Gestik, Mimik, Bewegung etc. erfahrbar zu machen, von den Initiatoren angesehen. Ständiger Rollentausch (Opfer/ Täter) und das Forum als Medium der Reflektion unterstützen ganz speziell die spielerische Auseinandersetzung mit Vorurteilen und falschen Handlungsmustern. An dem Projekt nahmen SchülerInnen der Klassen 7,8 und 9 teil. Für die Elterninformation und die Öffentlichkeitsarbeit wurden extra SchülerInnen der Jahrgangstufe 12 durch eine Theaterpädagogin trainiert. Vorbereitet durch eine Pilotphase mit Einführungs- und Eventveranstaltung zum Zwecke der Einbindung von Eltern, Lehrern und interessierten Mitarbeitern der Jugendhilfe fanden die Workshops mit studentischen Trainer/Innen, einer Theaterpädagogin, 2 Dozenten und zahlreichen Lehrer/Innen und Mitarbeiter/Innen von Jugendzentren statt. Die wissenschaftliche Begleitung wurde durch die Fachbereiche Psychologie und Erziehungswissenschaft der Gerhard- Mercator- Universität Duisburg geleistet. Im Frühjahr 2002 nahmen 10 LehrerInnen des Clauberg- Gymnasiums zu diesem Projektthema an einer Fortbildungsveranstaltung teil. Eine Neuauflage in den Klassen 6 und 7 ist im Dezember 2002 geplant. Projekt Erwachsen Werden In Den Kulturen Im Herbst 2001 wurde in den 10. Klassen dieses Projekt durchgeführt. Inhaltlich geht es hierbei um die Auseinandersetzung mit anderen lebensweltlichen Orientierungen in einem Kernbereich jugendlicher Existenz, der Entwicklung zur Frau, zum Mann, welcher im besonderem Maße von mangelnder oder vorurteilsbehafteter Orientierung geprägt ist. In nach Geschlechtern getrennten Workshops arbeiten die Jugendlichen an Themen wie z.B. "Wann ist die Frau eine Frau (Der Mann ein Mann) ?!" oder "Ich hätte viele Gesichter". Mit spielerischen, sportlichen, künstlerischen und anderen kreativen Methoden können Jugendliche ihre Fragen, Hoffnungen und Ängste, aber auch Neugier ausdrücken und unter interkulturellem Blickwinkel ihre Perspektiven und Rollenkonzepte erweitern. Unter Anleitung von verschiedenen "Experten" (Theaterpädagogin, AIDS- Hilfe, Kinderschutzbund, Taek- Won- Do Trainer) werden Themenräume an mehreren Tagen durchlaufen.
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