Türkeifahrt der Jahrgangsstufe 11 vom 5. – 17.April 2005

Mehr oder weniger unausgeschlafen und auch mehr oder weniger aufgeregt fanden sich 25 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 11 und das „Begleitpersonal“ um 4 Uhr morgens(!) in der Abflughalle C des Düsseldorfer Flughafens ein.
Die „Reiseleitung“, Herr Özcan und Frau Heitzer, wurde diesmal verstärkt und unterstützt durch ein ganzes „Team“ von Lehrern: unseren ehemaligen Schulleiter, Herrn Dr. Freytag, seinen ehemaligen Stellvertreter, Herrn Metzner, eine ehemalige Kollegin, Frau Fläschenträger und eine Referendarin, Frau Kolbasi.
Nach unendlichem Gewusel von Koffern, Taschen, Pässen und Tickets konnten wir dann gegen 6 Uhr Richtung Ankara losfliegen, wo wir nach ca. dreieinhalb Stunden auch pünktlich eintrafen. Weitere Gepäck- und Personenkontrollen und eine kürzere Busreise (die erste von vielen) später fanden wir uns im Hotel „Büyük Ersan“ wieder und konnten – zunächst für nur eine Nacht – dort unsere Zimmer beziehen.> Den restlichen Tag verbrachten wir dann nach einer Erholungsphase (siehe Abflugzeit…) mit Erkundungen der näheren Umgebung (u.a. der Kocatepe-Moschee), ersten Kostproben der türkischen Küche und ersten Einkäufen.
Am nächsten Tag fuhren wir mit Sack und Pack per Reisebus nach Hacibektas, wo wir gegen Abend ankamen. Der Empfang in unserer Partnerschule, dem Hacibektas Lisesi, war – wie immer – überwältigend herzlich. Alle Lehrerinnen und Lehrer und natürlich der neue Schulleiter (den wir vorher noch nicht kannten) waren anwesend, sowie zahlreiche Schülerinnen und Schüler mit ihren Eltern, die uns begrüßen und teilweise auch beherbergen wollten. Alle zusammen hatten sich viel Mühe gemacht und vielfältige Spezialitäten vorbereitet, damit wir uns direkt nach unserer Ankunft „stärken“ konnten. Nach einigen kürzeren Begrüßungs- und Dankesreden wurden wir auf die Gastfamilien „verteilt“ – ein sehr spannender Moment, nicht nur für die Schülerinnen und Schüler…
Bereits am nächsten Morgen stellte sich heraus, dass Schüler wie auch Lehrer mehr als begeistert von ihren Gastgebern waren und sich in allen Fällen sehr wohl fühlten. Während das „Lehrerteam“ den Morgen damit verbrachte, „offizielle“ Besuche beim Schulleiter, bei der Gouverneurin und beim Vertreter des Schulamtes zu absolvieren (und dort reichlich Tee zu trinken) waren die Clauberg-Schülerinnen und –schüler im Unterricht der Partnerschule zu Gast. Am frühen Nachmittag haben wir dann alle gemeinsam das Museum in Hacibektas besichtigt, die ehemalige Klosteranlage des Haci Bektas Veli und eines der Zentren des alevitischen Glaubens. Danach waren wir Zeugen einer speziell für uns arrangierten Tanzdarbietung im Kulturhaus (eines sogenannten „Semah“, der im Alevitismus eine besondere Bedeutung hat). Gegen Abend musste unsere „Herren“-Fußballmannschaft dann eine schmähliche Niederlage gegen die Profis der Gastgeberseite einstecken – aber was tut man nicht alles für eine erfolgreiche Schulpartnerschaft…!
Am nächsten Morgen durften wir wieder sehr früh aufstehen, weil ein Tagesausflug in die berühmte Tuffsteinlandschaft Kappadokiens auf dem Programm stand. Überirdische Felsen- und Höhlenwohnungen sowie unterirdische Städte wechselten sich ab und es gab reichlich zu gucken und zu fotografieren.
Am Abend dann fand eine riesige Abschiedsparty im großen Saal eines Restaurant etwas außerhalb des Stadtkerns von Hacibektas statt, bei der sich unsere Partnerschule und alle Beteiligten wieder einmal selbst übertroffen haben. Äußerst leckeres Essen, Gespräche, Gelächter, Musik, Tanz, viele Geschenke aber auch schon die ersten Tränen wegen der bevorstehenden Trennung prägten diesen Abend. Am nächsten Mittag herrschte dann selbst bei den härteren Gemütern traurige Stimmung – die meisten unserer Schülerinnen und Schüler wollten lieber in Hacibektas bleiben und gar nicht mehr dort wegfahren. Es waren in der relativ kurzen Zeit sehr viele neue Freundschaften entstanden, die sicher noch sehr lange halten werden (gut, dass es Handys gibt; weitere Besuche sollen auch schon geplant worden sein). Unsere Reise hatte allerdings noch zwei weitere Etappen. Zunächst fuhren wir zurück nach Ankara, wo wir nun insgesamt drei Tage blieben und viele politisch und historisch bedeutsame Sehenswürdigkeiten besichtigten (altes und neues Parlament, Atatürkmausoleum, Zitadelle, Museum für anatolische Zivilisationen u.a.).
Dann ging es weiter nach Istanbul, wo wir die letzten Tage der Reise verbrachten und ebenfalls viele bekannte und berühmte Stätten besuchten (Sultan Ahmet Moschee, Hagia Sophia, Topkapi-Palastmuseum, den Geschlossenen Basar (Capali Carsi) und den Ägyptischen/Gewürz Basar, die Prinzeninseln, den Stadtteil Ortaköy und noch vieles mehr).
Am Sonntag, dem 17.April mussten wir dann leider wieder zurückfliegen nach Düsseldorf – wie schon beim Hinflug zu einer sehr unerfreulich frühen Stunde. Inzwischen freuen wir uns darauf, dass wir Ende August hoffentlich eine Gruppe von Lehrern und Schülern aus Hacibektas bei uns am Clauberg-Gymnasium begrüßen dürfen, damit diese langjährige Schulpartnerschaft und auch die neu entstandenen Freundschaften weiter gefestigt werden.


Heitzer/Özcan April 2005

 

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