Mehr oder weniger unausgeschlafen und auch mehr oder weniger aufgeregt
fanden sich 25 Schülerinnen und Schüler
der
Jahrgangsstufe 11 und das „Begleitpersonal“ um 4 Uhr morgens(!) in der
Abflughalle C des Düsseldorfer Flughafens ein.
Die „Reiseleitung“, Herr Özcan und Frau Heitzer, wurde diesmal verstärkt
und unterstützt durch ein ganzes „Team“ von Lehrern: unseren ehemaligen
Schulleiter, Herrn Dr. Freytag, seinen ehemaligen Stellvertreter, Herrn
Metzner, eine ehemalige Kollegin, Frau Fläschenträger und eine Referendarin,
Frau Kolbasi.
Nach unendlichem Gewusel von Koffern, Taschen, Pässen und Tickets konnten
wir dann gegen 6 Uhr Richtung Ankara
losfliegen, wo wir nach ca. dreieinhalb Stunden auch pünktlich eintrafen.
Weitere Gepäck- und Personenkontrollen und eine kürzere Busreise (die
erste von vielen) später fanden wir uns im Hotel „Büyük Ersan“ wieder
und konnten – zunächst für nur eine Nacht – dort unsere Zimmer beziehen.>
Den restlichen Tag verbrachten wir dann nach einer Erholungsphase (siehe
Abflugzeit…) mit Erkundungen der näheren Umgebung (u.a. der Kocatepe-Moschee),
ersten Kostproben der türkischen Küche und ersten Einkäufen.
Am nächsten Tag fuhren wir mit Sack und Pack per Reisebus nach Hacibektas,
wo wir gegen Abend ankamen. Der Empfang in unserer Partnerschule, dem
Hacibektas Lisesi, war – wie immer – überwältigend herzlich. Alle Lehrerinnen
und Lehrer und natürlich der neue Schulleiter (den wir vorher noch nicht
kannten) waren anwesend, sowie zahlreiche Schülerinnen und Schüler mit
ihren Eltern, die uns begrüßen und teilweise auch beherbergen wollten.
Alle zusammen hatten sich viel Mühe gemacht und vielfältige Spezialitäten
vorbereitet, damit wir uns direkt nach unserer Ankunft „stärken“ konnten.
Nach einigen kürzeren Begrüßungs- und Dankesreden wurden wir auf die
Gastfamilien „verteilt“ – ein sehr spannender Moment, nicht nur für
die Schülerinnen und Schüler…
Bereits am nächsten Morgen stellte sich heraus, dass Schüler wie auch
Lehrer mehr als begeistert von ihren Gastgebern waren und sich in allen
Fällen sehr wohl fühlten. Während das „Lehrerteam“ den Morgen damit
verbrachte, „offizielle“ Besuche beim Schulleiter, bei der Gouverneurin
u
nd
beim Vertreter des Schulamtes zu absolvieren (und dort reichlich Tee
zu trinken) waren die Clauberg-Schülerinnen und –schüler im Unterricht
der Partnerschule zu Gast. Am frühen Nachmittag haben wir dann alle
gemeinsam das Museum in Hacibektas besichtigt, die ehemalige Klosteranlage
des Haci Bektas Veli und eines der Zentren des alevitischen Glaubens.
Danach waren wir Zeugen einer speziell für uns arrangierten Tanzdarbietung
im Kulturhaus (eines sogenannten „Semah“, der im Alevitismus eine besondere
Bedeutung hat).
Gegen
Abend musste unsere „Herren“-Fußballmannschaft dann eine schmähliche
Niederlage gegen die Profis der Gastgeberseite einstecken – aber was
tut man nicht alles für eine erfolgreiche Schulpartnerschaft…!
Am nächsten Morgen durften wir wieder sehr früh aufstehen, weil ein
Tagesausflug in die berühmte Tuffsteinlandschaft Kappadokiens auf dem
Programm stand. Überirdische Felsen- und Höhlenwohnungen sowie unterirdische
Städte wechselten sich ab und es gab reichlich zu gucken und zu fotografieren.
Am Abend dann fand eine riesige Abschiedsparty im großen Saal eines
Restaurant etwas außerhalb des Stadtkerns von Hacibektas statt, bei
der sich unsere Partnerschule und alle Beteiligten wieder einmal selbst
übertroffen haben.
Äußerst leckeres Essen, Gespräche, Gelächter, Musik, Tanz, viele Geschenke
aber auch schon die ersten Tränen wegen der bevorstehenden Trennung
prägten diesen Abend. Am nächsten Mittag herrschte dann selbst bei den
härteren Gemütern traurige Stimmung – die meisten unserer Schülerinnen
und Schüler wollten lieber in Hacibektas bleiben und gar nicht mehr
dort wegfahren. Es waren in der relativ kurzen Zeit sehr viele neue
Freundschaften entstanden, die sicher noch sehr lange
halten
werden (gut, dass es Handys gibt; weitere Besuche sollen auch schon
geplant worden sein). Unsere Reise hatte allerdings noch zwei weitere
Etappen. Zunächst fuhren wir zurück nach Ankara, wo wir nun insgesamt
drei Tage blieben und viele politisch und historisch bedeutsame Sehenswürdigkeiten
besichtigten (altes und neues Parlament, Atatürkmausoleum, Zitadelle,
Museum für anatolische Zivilisationen u.a.).
Dann ging es weiter nach Istanbul, wo wir die letzten Tage der Reise
verbrachten und ebenfalls viele bekannte und berühmte Stätten besuchten
(Sultan Ahmet Moschee, Hagia Sophia, Topkapi-Palastmuseum, den Geschlossenen
Basar (Capali Carsi) und den Ägyptischen/Gewürz Basar, die Prinzeninseln,
den Stadtteil Ortaköy und noch vieles mehr).
Am Sonntag, dem 17.April mussten wir dann leider wieder zurückfliegen
nach Düsseldorf – wie schon beim Hinflug zu einer sehr unerfreulich
frühen Stunde. Inzwischen freuen wir uns darauf, dass wir Ende August
hoffentlich eine Gruppe von Lehrern und Schülern aus Hacibektas bei
uns am Clauberg-Gymnasium begrüßen dürfen, damit diese langjährige Schulpartnerschaft
und auch die neu entstandenen Freundschaften weiter gefestigt werden.
Heitzer/Özcan April 2005
Weitere
Bilder :






